Seeheilbäder und Seebäder

Seebäder und Seeheilbäder

Belebende Bäderkultur an Deutschlands Küsten

Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass die Seebäder und Seeheilbäder über das größte (sichtbare) natürliche Heilmittel verfügen: das Meer. Es reicht bis an den Horizont, und in seinen salzigen Tiefen schwimmen unzählige Mineralstoffe. Doch das allein reicht nicht aus, um sich als „Bad“ bezeichnen zu dürfen.

 

Das Prädikat Seebad wird nur Ortschaften verliehen, in denen auch medizinische Einrichtungen zur Durchführung von Kurmaßnahmen vorhanden sind, die auf der Grundlage des Seeklimas und der Kräfte des Meeres beruhen. Genau das bietet die Thalasso-Therapie, die ganz zentrales Element der Seebäder ist.

© Heilbäderverband Schleswig-Hostein e.V
  • Schon vor hunderten Jahren zog es die Menschen ans Meer, vor allem in England waren die Küstenorte wie Bath oder Brighton für ihre intensive wohltuende Wirkung auf die Gesundheit bekannt. Bald schwappte diese Welle auch in unsere Gefilde über. 1793 wurde das erste deutsche Seebad in Heiligendamm bei Bad Doberan an der Ostsee gegründet.

Zusätzlich muss natürlich wie in allen Kurorten das gesamte Umfeld auf Erholung ausgerichtet sein. Speziell für die Orte an Nordsee und Ostsee bedeutet das Folgendes: Die Ortskerne dürfen maximal 2 km von der Küste entfernt sein, damit die gesunde Brise bis in die letzten Winkel des Ortes gelangt und auch bei einem Bummel durch die Altstadt eingeatmet wird. Sie benötigen strandnahe Promenaden und Wanderwege, gepflegte und überwachte Badestrände und selbstverständlich eine gute Wasserqualität. Ja sogar die Strandkörbe sind Pflicht, denn sie erfüllen die Forderung nach Ruheeinrichtungen in windgeschützten Bereichen. Eine touristische Infrastruktur sowie vielfältige Freizeit- und Kulturangebote tragen ebenfalls zu einem rundum belebenden Aufenthalt am Meer bei.

© Ostseebad Heringsdorf

Deutschland - Gesundheitsland

Es gibt mehr als 350 Heilbäder und Kurorte in Deutschland - da ist es gar nicht so leicht, den passenden zu finden. 

Mineral- oder Moorheilbad, Heilklimatischer Kurort, See(heil)bad oder Kneippkurort? Nutzen Sie unsere Karte, um Ihren Erholungsort zu finden!

 

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Vom Seebad zum Seeheilbad

Um den Titel Seeheilbad tragen zu dürfen, muss sich ein Kurort einem noch höheren medizinischen Anspruch verschreiben und zusätzlich dies leisten:

  • Die Luftqualität wird überwacht, um sicherzustellen, dass ein erholungsförderndes und therapeutisch anwendbares Klima vorherrscht.
  • Es muss mindestens eine Badearzt-Praxis vor Ort geben.
  • Es wird Fachpersonal zur Diätberatung (wie beispielsweise Diätassistenten) benötigt, um auch Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Diabetes optimal versorgen zu können.
© Heilbäderverband Schleswig-Hostein e.V

Genießen Sie Meer!

Ob bei einer dreiwöchigen Kur oder einem kurzen Strandausflug: Unsere Seebäder und Seeheilbäder bieten einen sofortigen Erholungseffekt.

 

Lauschen Sie dem Meeresrauschen, atmen Sie die salzige Brise tief ein und lassen Sie den feinen Sand durch die Finger rieseln - eine Wohltat für Körper und Seele.

Schon gewusst?

Für eine Kur müssen Sie keinen Urlaub nehmen!

Das Bundesurlaubsgesetz besagt, dass Maßnahmen für gesundheitliche Prävention oder Rehabilitation nicht als Urlaubstage angerechnet werden.

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Was macht eigentlich...

...ein Badearzt?

Ein Badearzt (auch Kurarzt genannt) verfügt über genaue Kenntnisse in der medizinischen Klimatologie, der Balneologie und über die ortsgebundenen Heilmittel des jeweiligen Kurortes.

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