Kurformen

Kurformen

Was ist die richtige Kur für mich?

Neben dem Angebot von über 350 Kurorten und Heilbädern in Deutschland stehen Ihnen auch verschiedene Kurformen für Ihren Gesundheitsurlaub zur Verfügung. Doch welche ist genau für Ihren Gesundheitszustand das Beste? Bei dieser „Qual der Wahl“ steht Ihnen Ihr Arzt zur Seite. Er ist mit Ihrer Krankengeschichte vertraut und kann sehr gut beurteilen, welche Kur den größtmöglichen Erfolg verspricht.

 

Wenn Sie bei der Krankenkasse einen Zuschuss beantragen möchten, wird Ihnen Ihr Arzt eine der auf dieser Seite vorgestellten Kurformen verschreiben, denn sie sind von den deutschen Krankenkassen anerkannt. Sollten Sie auf eigene Faust zur Kur fahren wollen, entscheiden Sie natürlich selbst, welche Art Ihnen am Liebsten ist. 

© Rheinland Pfalz Tourismus GmbH

Vorsorge-Kuren setzen beim gesunden Menschen an und dienen dazu, eine geschwächte Gesundheit wieder zu stärken. Eine Kur zur Rehabilitation hilft bereits erkrankten Menschen, wieder gesund zu werden. Ein weiterer Unterschied besteht darin, ob eine Kur ambulant oder stationär durchgeführt wird. Bei einer ambulanten Kur wohnen Sie beispielsweise in einem Hotel im Kurort, organisieren den Kuraufenthalt und die Verpflegung selbst und suchen nur für die Behandlungen die jeweiligen Einrichtungen auf. Bei der stationären Kur sind Sie direkt in einer Pflegeeinrichtung untergebracht und werden auch neben den Behandlungen betreut. Eine stationäre Kur ist also eher für Menschen gedacht, die sich aktuell nicht selber versorgen können oder auf medizinische Betreuung angewiesen sind, beispielsweise aus Altersgründen oder wegen einer körperlichen Beeinträchtigung.

 

 

© Heilbäderverband Schleswig-Hostein e.V

Mutter/Vater-Kind-Kur

Hierbei handelt es sich um eine Kur, bei der ein Elternteil gemeinsam mit dem Kind zur Kur fährt. Dies kann verschiedene Gründe haben:

  • Die Eltern brauchen Vor- oder Nachsorgemaßnahmen und das Kind kann zuhause nicht betreut werden.
  • Die Kur soll dem Kind und den Eltern gleichermaßen helfen.
  • Das Kind braucht Erholung oder Regeneration - und das geht natürlich mit Mama oder Papa an der Seite am Besten.

Mutter- oder Vater-Kind-Kuren gibt es als stationäre Vorsorgekur oder stationäre Rehabilitationskur. Es kommt ganz darauf an, aus welchem Grund Sie die Kur benötigen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt – er kann Ihnen die passende Kurform für Sie und Ihren Nachwuchs empfehlen.

 

 

Anerkannte Kurformen

Ambulante Vorsorgekur (auch offene Badekur genannt)

Eine Vorsorgekur soll Krankheiten verhüten, wenn die körperliche oder geistige Gesundheit bereits geschwächt ist. Die Kur dient dazu, Schlimmeres zu verhindern und hilft einem dabei, wieder richtig gesund und fit zu werden. Bei einer ambulanten Vorsorgekur kann sich der Kurende die Kureinrichtung aussuchen und seinen Aufenthalt im Kurort selbst organisieren. Gemeinsam mit dem Kurarzt werden dann die jeweiligen Anwendungen ausgewählt, dies können z.B. Moorbäder, Krankengymnastik, Massagen oder Heuauflagen sein. Eine Vorsorgekur dauert meistens um die drei Wochen.

Stationäre Vorsorgekur

Auch die stationäre Vorsorgekur soll Krankheiten verhüten. Allerdings werden Sie hierbei in einer medizinischen Einrichtung wie beispielsweise einer Kurklinik untergebracht. Hier ist also für Unterkunft und Verpflegung gesorgt und es steht Ihnen rund um die Uhr Pflegepersonal zur Seite. Eine stationäre Vorsorgekur ist also dann die Richtige, wenn man nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen.

Kompaktkur

Auch bei einer Kompaktkur können Sie sich Ihren Kuraufenthalt selbst organisieren. Eine grobe Zeitvorgabe ist auch möglich, die genauen Termine sind jedoch von den Einrichtungen vorgegeben. Die Behandlungen finden hier, wie der Name schon sagt, sehr kompakt statt. Eine Kompaktkur soll Ihren Kuraufenthalt möglichst effizient gestalten und Ihnen helfen, so schnell wie möglich wieder gesund zu werden. Sie dauert in der Regel drei Wochen und wird zusätzlich von Trainingsprogrammen wie z.B. Entspannungstechniken oder Ernährungsberatung begleitet. Das hilft Ihnen dabei, auch nach der Kur im Alltag weiter Gutes für Ihre Gesundheit zu tun.

  • Tipp: Kompaktkuren können nur in von den Krankenkassen anerkannten Kurorten und Heilbädern durchgeführt werden! Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten und informieren Sie sich vorab beim Deutschen Heilbäderverband e.V. unter info(at)dhv-berlin.de
Ambulante Rehabilitationskur

Eine Rehabilitationskur ist für Menschen gedacht, die bereits krank sind oder waren und auf dem Weg der Besserung optimal unterstützt werden sollen. Hier eignet sich ein Aufenthalt in einem Kurort natürlich besonders. Dass es sich um eine ambulante Kur handelt, bedeutet auch hier, dass Sie Ihren Kuraufenthalt mit allem Drum und Dran selbst organisieren.

Stationäre Rehabilitationskur

Bei der stationären Rehabilitationskur werden Sie anders als bei der ambulanten Kur in einer medizinischen Einrichtung untergebracht. Es steht Ihnen rund um die Uhr Pflegepersonal zur Seite. Für Unterkunft, Verpflegung und Betreuung ist also gesorgt und Sie können sich voll und ganz auf das Gesundwerden konzentrieren.

Anschlussheilbehandlung

Unter einer Anschlussheilbehandlung versteht man eine besondere Form der Rehabilitationskur, die in direktem Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt durchgeführt wird. 

Was ist eigentlich eine Kur? Ganz einfach gesagt: eine Kur ist Urlaub für die Gesundheit. Egal ob zur Vor- oder Nachsorge – eine Kur sorgt dafür, dass Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht kommen und neue Lebensgeister geweckt werden.

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© Bad Saarow Kur GmbH

Eine Kur ist mehr als Urlaub und um Ihnen in der Vielfalt der Angebote eine bessere Orientierung zu bieten, hat der Deutsche Heilbäderverband verschiedene Gütesiegel entwickelt. Diese dürfen nur Kurorte verwenden, die sich zu höchsten Qualitätsstandards verpflichtet haben.

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© Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V.