Die Kur

Die Kur

Was genau ist eigentlich eine Kur?

Ganz einfach gesagt: eine Kur ist Urlaub für die Gesundheit. Es gibt sie bereits seit dem Mittelalter, und schon damals schätzten die Menschen die einzigartige Kombination aus medizinischer Betreuung und natürlichen Heilmitteln an erholsamen Orten. Denn eine Kur sorgt dafür, dass Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht kommen und neue Lebensgeister geweckt werden.

© Kur-GmbH Bad Reichenhall

Egal ob zur Vor- oder Nachsorge – eine Kur tut einfach gut. Zeitgemäße Präventionsangebote können dabei helfen, Krankheiten vorzubeugen und eine gesunde Lebensweise zu erlernen, die im Alltag fortgeführt wird. Vor allem Themen wie Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung spielen hierbei eine große Rolle. Auch zum Auskurieren einer Krankheit oder zur Rehabilitation nach medizinischen Eingriffen ist eine Kur besonders empfehlenswert. Ortstypische Heilmittel wie Wasser, Moor, Kreide, das frische Klima und das erholsame Umfeld fördern den Heilungsprozess, der von erfahrenen Ärzten in den Kurkliniken begleitet wird.

 

Um einen möglichst lang anhaltenden Effekt auf die Gesundheit zu haben, sollte eine Kur mindestens drei bis vier Wochen andauern. Doch keine Bange, langweilig wird es in Kurorten nicht: Ein umfangreiches Angebot an Kultur-, Sport- und Freizeitaktivitäten rundet den Aufenthalt ab.

Um Ihnen in der Vielfalt der Angebote eine bessere Orientierung zu bieten, hat der Deutsche Heilbäderverband verschiedene Gütesiegel entwickelt. Diese dürfen nur Kurorte und Heilbäder verwenden, die sich zu höchsten Qualitätsstandards verpflichtet haben.

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© Heilbäderverband Baden-Württemberg e. V.

Bevor man so richtig ausspannen kann und sich um nichts mehr kümmern braucht, muss man doch an so einiges denken. Damit die Vorfreude auf die Auszeit durch nichts getrübt wird und Sie nichts Wichtiges vergessen, gibt es hier einige Tipps.

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© Bayerischer Heilbäderverband e.V.

Kur und Wellness - ist das nicht dasselbe?

Viele denken, dass Wellness einfach nur die englische und modernere Umschreibung des Wortes „Kur“ ist. Doch es gibt tatsächlich einige Unterschiede:

  • Ein Kur-Aufenthalt findet in anerkannten Kurorten und Heilbädern statt und es werden ortstypische Heilmittel verwendet – ein Wellness-Urlaub kann grundsätzlich überall gemacht werden.
  • Damit sich eine Kur nachhaltig auf die Gesundheit auswirkt, sollte sie eine Länge von mindestens drei bis vier Wochen haben – Wellness-Angebote sind meist deutlich kürzer.
  • Eine Kur wird von der Krankenkasse bezuschusst – Wellness bezahlt der Gesundheitsreisende selbst.
© Heilbäderverband Baden-Württemberg e.V

In den 50er Jahren entstand der Begriff „Wellness“, der sich aus den Worten „Well-being“ (also Wohlbefinden) und „Fitness“ oder „Happiness“ zusammengesetzt. Er beschreibt Maßnahmen, die das körperliche, seelische und geistige Wohlfühlen steigern, und wird vor allem in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Entspannung und Stressbewältigung verwendet.

 

Wellness verfolgt also eigentlich das gleiche Ziel wie eine Kur und wird daher auch in vielen Kurorten angeboten. Der Effekt ist aufgrund der klimatischen Eigenschaften, der natürlichen Heilmittel und der wunderschönen, erholsamen Umgebung hier besonders hoch.

Schon gewusst?

Für eine Kur müssen Sie keinen Urlaub nehmen!

Das Bundesurlaubsgesetz besagt, dass Maßnahmen für gesundheitliche Prävention oder Rehabilitation nicht als Urlaubstage angerechnet werden.

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Was macht eigentlich...

...ein Badearzt?

Ein Badearzt (auch Kurarzt genannt) verfügt über genaue Kenntnisse in der medizinischen Klimatologie, der Balneologie und über die ortsgebundenen Heilmittel des jeweiligen Kurortes.

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